Ein langer Holztisch von oben, dicht gedeckt mit Schalen voller Meze, Kräutern und Brot.
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MEZE. MENSCHEN. MOMENTE.

Viele kleine Schalen.
Ein langer Abend.

Türkische und anatolische Meze zum Teilen. Alles kommt gleichzeitig auf den Tisch, alles wird geteilt — und niemand isst nur sein eigenes Gericht.

Zwei Hände kneten Teig auf einer bemehlten Holzplatte.

Kapitel eins

Meze sind kein Vorspeisenteller.
Sie sind das Essen.

In der Küche, aus der ISOS MEZETARIAN kommt, gibt es keine Reihenfolge. Es gibt keinen Gang eins und keinen Gang drei. Es gibt einen Tisch, auf den alles gleichzeitig gestellt wird, und danach zwei bis drei Stunden, in denen niemand mehr aufsteht.

Wir kochen so, wie in vielen anatolischen Häusern gekocht wird: kleine Mengen, viele Schalen, und für jede Schale eine eigene Handbewegung. Rezepte werden dort selten aufgeschrieben. Sie werden weitergegeben, indem jemand neben jemand anderem steht.

Wer bei uns bestellt, bestellt nie für sich allein.

Tee wird an einem gedeckten Tisch in ein kleines Glas gegossen.
Der Tee kommt, wenn niemand mehr Hunger hat.

Der Name

Meze plus vegetarisch.
Daher Mezetarian.

Jedes Gericht auf dieser Seite kommt ohne Fleisch aus. Nicht als Verzicht gedacht, sondern weil die Meze-Küche ohnehin vom Gemüse her denkt — von Hülsenfrüchten, Joghurt, Kräutern, Brot und Öl.

Ein voll gedeckter Tisch mit Fladenbrot, Dips und mehreren kleinen Gerichten zum Teilen.
Drei weiße Schalen nebeneinander mit Hummus, eingelegtem Gemüse und Kräutern.
  1. i

    Alles gleichzeitig

    Keine Gänge. Der Tisch ist einmal voll und bleibt es.

  2. ii

    Kalt vor warm — aber nebeneinander

    Kühle Joghurtschalen neben frisch Frittiertem. Der Kontrast ist der Punkt.

  3. iii

    Brot ist Besteck

    Man nimmt sich mit dem Brot, nicht mit der Gabel.

Ein runder Teller mit vielen kleinen Meze-Portionen um einen Dip in der Mitte.

Woher die Gerichte kommen

Zwischen Ägäis, Anatolien
und dem östlichen Mittelmeer

Meze lassen sich schlecht auf eine Landkarte zwingen. Fast jede Schale, die bei uns auf den Tisch kommt, wird in mehreren Küchen dieser Region gekocht — mit anderen Namen, mit anderen Mengen Knoblauch, mit einem anderen Kraut obenauf.

Deshalb schreiben wir keinem einzelnen Gericht eine Herkunft zu. Wir kochen es so, wie wir es gelernt haben, und sagen dazu, was drin ist.


Eine Person zieht frisch gebackenes Fladenbrot aus einem gemauerten Ofen.
Brot direkt aus der Ofenwand.
Ein Marktstand mit Kräuterbündeln, Oliven und eingelegtem Gemüse.
Eingelegtes, Kräuter, Oliven — der Anfang jeder Schale.
Hände wenden dünnes Fladenbrot auf einer großen, heißen Backplatte.
Dünnes Fladenbrot, in Sekunden fertig.

Die Vorratskammer

Sechs Dinge, aus denen
fast alles gemacht ist

  • Zwei Schalen mit grünen und dunklen Oliven auf Leinen, daneben ein Olivenzweig.

    Oliven

    Grün, schwarz, eingelegt

  • Goldenes Öl läuft in einem dünnen Strahl aus einem Metallauslauf.

    Olivenöl

    Über fast jede Schale

  • Frische Kräuter, Pfefferkörner und ein Messer auf einem hellen Schneidebrett.

    Kräuter

    Petersilie, Minze, Dill

  • Ein aufgeschnittener Granatapfel auf einem Holzbrett.

    Granatapfel

    Säure und Farbe

  • Oliven, Frühlingszwiebeln, Tomaten und Gewürze von oben auf einer Holzplatte.

    Gemüse

    Roh, geschmort, gegrillt

  • Ein Bund frisch gewaschener Blattkräuter.

    Joghurt & Grün

    Der kühle Gegenpol

Blick von oben auf mehrere Hände, die sich gleichzeitig von geteilten Tellern bedienen.

Der Tisch

Sechs Hände über
derselben Schale

Eine Meze-Tafel funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Man reicht weiter, man tauscht, man nimmt sich das Letzte erst, wenn man gefragt hat. Das ist der ganze Trick — und der Grund, warum Gäste bei uns länger bleiben, als sie vorhatten.

Eine lange, festlich gedeckte Tafel, an der viele Menschen zusammen essen.
Gäste sitzen an sonnigen Tischen vor einem Lokal in einer Gasse.

Vier von zwölf

Die Schalen, nach denen
am häufigsten gefragt wird

Alle Gerichte entdecken
  1. Cremiger Hummus in einer Schale, mit Olivenöl und Paprikapulver bestreut.
    01

    Hummus

    Kichererbse, Tahini, Zitrone

    Lange gerührt, bis die Kichererbse ihre Körnigkeit verliert und nur noch Samtigkeit bleibt. Tahini gibt Tiefe, Zitrone hält alles wach, ein Spiegel Olivenöl schließt die Schale ab.

  2. Fein geschnittene Paprika-Tomaten-Paste, flach auf einem weißen Teller ausgestrichen.
    02

    Acılı Ezme

    Paprika, Tomate, Petersilie

    Von Hand klein geschnitten, nicht püriert — man soll jede Zutat noch erkennen. Die schärfste Schale auf dem Tisch und die, nach der am häufigsten noch einmal gefragt wird.

  3. Gefüllte Weinblätter, dicht nebeneinander auf einem weißen Teller mit Minze.
    03

    Zeytinyağlı Yaprak Sarma

    Weinblätter, Reis, Kräuter

    Jedes Blatt einzeln gefüllt und gerollt, dann langsam in Olivenöl und Zitrone gegart. Handarbeit, die man nicht beschleunigen kann — und die man schmeckt.

  4. Goldbraun ausgebackene Teigrollen, aufgereiht auf einer Platte.
    04

    Sigara Böreği

    Yufka, Feta, Petersilie

    Dünner Yufka-Teig, eng um Feta und Petersilie gerollt und ausgebacken, bis er splittert. Kommt heiß an den Tisch, weil er nur heiß richtig ist.

In der Küche

Drei Handgriffe,
jeden Tag wiederholt

Hände schneiden in einer Küche einen großen Bund Petersilie klein.

Schneiden

Petersilie, Zwiebeln und Paprika werden von Hand klein geschnitten. Ein Mixer wäre schneller und würde Wasser ziehen.

Hände verteilen fein gehackte Kräuter auf ausgerolltem Teig.

Füllen

Teig ausrollen, füllen, rollen, wiederholen. Die Menge des Tages entsteht vor dem Service, nicht währenddessen.

Hände formen einen Teigling auf einer bemehlten Arbeitsfläche.

Backen

Brot kommt frisch aus dem Ofen an den Tisch, weil eine Meze-Tafel ohne warmes Brot nur halb funktioniert.

Zwei Gläser Schwarztee neben einer Schale mit Datteln auf türkisfarbenem Grund.

Danach

Der Teil des Abends,
für den es kein Gericht gibt

Irgendwann sind die Schalen leer und niemand steht auf. Dann kommt Tee im schmalen Glas, nachgeschenkt, solange jemand sitzt. Es ist der stillste Teil des Abends und meistens der, an den man sich erinnert.

Der Raum

Wie es bei uns aussieht

  • Ein Gastraum mit warmen Lichterketten unter einer hohen Decke.
    Langer Tisch, warmes Licht
  • Ein runder Teller mit vielen kleinen Meze-Portionen um einen Dip in der Mitte.
    Alles kommt gleichzeitig
  • Ein abendlicher Gastraum im Gegenlicht, Tische im Halbdunkel.
    Der Raum am Abend
  • Eine Hand greift zu einem Teller mit Oliven, Ei und Gemüse auf einer karierten Decke.
    Man greift zu, ohne zu fragen
  • Ein gut besuchter Speisesaal mit vielen hängenden Lampen.
    Es wird lauter, das ist gut so

Besuch

Kommen Sie
mit Zeit

Eine Meze-Tafel lässt sich nicht in vierzig Minuten essen. Für Gruppen, Feiern und größere Tische schreiben Sie uns am besten vorher — dann steht der Tisch, wenn Sie kommen.